Ich bin ausgetreten und will das ändern. Was muss ich tun?

Zunächst freuen wir uns über Ihre Entscheidung. Sie sind herzlich willkommen!

Wenden Sie Sich bitte an Ihren GemeindepfarrerIn. (finden Sie hier: www.evangelisch-in-milse.de/ihr-team/). Sie führen mit ihm / ihr ein Wiederaufnahmegespräch, in dem Sie sich für Ihre damalige Entscheidung, aus der Kirche auszutreten, nicht zu rechtfertigen haben. Wie gesagt: Wir freuen uns auf Sie! Wenn Sie wollen, kann die Wiederaufnahme in einer gottesdienstlichen Handlung "besiegelt" werden.

Wenn Sie das alles etwas anonymer wollen, können Sie sich auch an die Wiedereintrittsstelle wenden. Den Kontakt finden Sie hier: www.kirche-bielefeld.de/.cms/551

Da auch mehr Infos. Vielen Dank für Ihr Interesse.

Ich will konvertieren.

Sie wollen ihre Religionszugehörigkeit wechseln? Auch das ist möglich.

Bedenken Sie aber bitte, dass ein Konfessionswechsel ein großer Schritt in ihrem Leben sein kann, da Sie in Ihrer Konfession/Religion aufgewachsen sind und damit möglicherweise sehr vertraut sind.

Wenn Sie sich aus Ihnen selbst gut nachvollziehbaren Gründen zur Konversion entschlossen haben, sollten Sie fairerweise mit Ihrem aktuellen Geistlichen ein offenes und ehrliches Gespräch führen.

Das Gespräch mit unserem Pfarrer / unserer Pfarrerin läuft ähnlich ab wie ein Taufgespräch. Wir werden mit Ihnen über wichtige Inhalte des protestantischen Glaubens sprechen. Sollten Sie bereits getauft sein, werden sie jedoch kein zweites mal getauft! Die Taufe ist ein einmaliger Akt und kann nicht wiederholt werden. Sie würden in einem Gottesdienst in unserer Kirchengemeinde nach einer Gesprächseinheit über mehrere Termine aufgenommen werden.

Konvertiten aus anderen, nicht-christlichen Glaubensgemeinschaften lesen bitte die Ausführungen zum Thema Erwachsenentaufe (s. Ich will mich taufen lassen)

Ich will heiraten.

Wir freuen uns für Sie und gratulieren herzlich zu Ihrem Entschluss.

Zunächst ist die Trauung eine staatliche Angelegenheit. Sie heiraten beim Standesbeamten / der Standesbeamtin. Erst, wenn die staatliche Trauung vollzogen ist, kann auch die kirchliche Trauung stattfinden. Deswegen müssen Sie bei der kirchlichen Trauung Ihre standesamtliche Trauurkunde vorlegen.

Die kirchliche Trauung ist eine Segenshandlung. Wir erbitten für Ihre Ehe den Segen Gottes und stellen Ihre Ehe unter den Segen Gottes. Das ist ein sehr feierlicher Moment.

Sie melden Ihre Trauung im Gemeindebüro an, der Pfarrer oder die Pfarrerin vereinbaren mit Ihnen einen Termin für ein Traugespräch. Inhalt dieses Traugesprächs ist das evangelische Eheverständnis und der Ablauf der Trauung.

Voraussetzung ist die Mitgliedschaft eines Ehepartners in der evangelischen Kirche. Im gut begründeten Ausnahmefall, also aus seelsorgerlich notwendigen Gründen, kann eine Trauung auch dann vollzogen werden, wenn ein Teil kein Kirchenmitglied ist. Wenn Sie in einer typischen Hochzeitskirche wie die in Brake, Heepen, Stieghorst oder Ubbedissen heiraten wollen, müssen Sie sich nach einem freien Termin erkundigen und die Kirche u.U. mieten. Heiraten Sie in unserer Kirche, ist das kostenfrei. Auch die Organistin stellen wir.

Gleichgeschlechtliche Paare können sich in unserer Kirche ebenso trauen lassen.

Ich brauche ein Führungszeugnis!

Wer mit Kindern, Jugendlichen oder Hilfsbedürftigen arbeiten möchte, muss in Deutschland lt. Gesetz ein erweitertes Führungszeugnis vorweisen können. Dieses Zeugnis ist beim Bürgeramt zu beantragen und bestätigt, dass es keine Vorstrafen gibt, vor allen Dingen keine Vorstrafen im Bereich von Sexualstraftaten. Sinn dieses Gesetzes ist es, möglichen Tätern keinen Wirkungsraum für solche Verbrechen zu verschaffen und junge Menschen vor ihnen zu schützen.

Für eine soziale Tätigkeit muss ein Nachweis für die jeweilige Tätigkeit vorgelegt werden, der bei der Kirchengemeinde oder bei der Ev. Jugend Bielefeld zu bekommen ist. Mit diesem Nachweis und dem Bezahlen einer Gebühr beantragt man das sogenannte erweiterte Führungszeugnis, das vom Bundesjustizministerium ausgestellt wird. Die Gebühr wird i.d.R. erstattet. Dieses Zeugnis muss in gewisser Regelmäßigkeit erneuert werden.

Ihre Ansprechpartner in dieser Angelegenheit sind in dieser Gemeinde die GemeindepfarrerInnen, Herr Pieper und Herr Biele.

Ich will aus der Kirche austreten.

Natürlich sind wir traurig über Ihren Entschluss. Nach unserem Erkenntnisstand sind es zu weit über 90 % finanzielle Überlegungen, die Sie zu diesem Entschluss führen. Die restlichen 10 % sind Enttäuschungen über das "Bodenpersonal".

Zu den finanziellen Überlegungen: Sie zahlen 9 % Kirchensteuer von Ihrer Einkommensteuer. Wir wissen, dass das für Sie u.U. eine nicht unbeträchtliche Summe bedeutet. Wir leben aber in einer Solidargemeinschaft, in der die Kirche sich dazu verpflichtet hat, wichtige soziale Aufgaben für den Staat mit zu übernehmen. Auch wenn Sie aus der Kirche austreten wollen, weil Sie sich selbst als nicht gläubig bezeichnen, bedeutet das, dass Sie aus dieser Solidargemeinschaft, die unser Gemeinwesen mitträgt, austreten. Ihr Austritt geht also weit über einen Austritt aus der Institution Kirche hinaus.

Wir unterhalten Einrichtungen und Angebote für fast jede Altersgruppe. In vielen Kirchengemeinden werden nach wie vor Eltern-Kind-Kreise vorgehalten, in denen Kinder wichtige erste soziale Erfahrungen sammeln und Eltern einen Austausch mit anderen Eltern finden können. Kindertagesstätten werden zu einem Drittel von den Eltern, einem Drittel vom Staat und einem Drittel von den Trägern finanziert. Ein großer Teil der Kindertageseinrichtungen ist in kirchlicher Trägerschaft.

Für Angebote der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stellt jede Kirchengemeinde Räume zur Verfügung und beteiligt sich an den Kosten für diese Angebote. Hier in Bielefeld ist die Ev. Jugend die größte Trägerin von Jugendeinrichtungen mit einem vielfältigen Angebot, siehe dazu www.evangelische-jugend-bielefeld.de. In Altenhagen, Milse und Brake arbeitet der Gemeindepädagoge Thomas Biele in diesem Arbeitsfeld.

Das sind nur einige Bereiche. Alle zu benennen, würde hier den Rahmen sprengen. Bedenken Sie bitte auch, dass die Kirche Trägerin von Schulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist und vielfältige Seelsorgeangebote rund um die Uhr bereithält.

Das alles wird u.a. aus Kirchensteuermitteln finanziert. Auch das "Bodenpersonal" wird daraus finanziert, aber all die Angebote sind eben nur so zu gewährleisten.

Ein Gespräch ist da deutlich hilfreicher als ein Austritt. Auch für Sie selbst, denn Sie müssen sich darüber bewusst sein, dass Sie nach einem Austritt kirchliche Handlungen nicht mehr beanspruchen können.

Aber selbst wenn Sie austreten: Niemand verwehrt Ihnen den Besuch eines Gottesdienstes, niemand verwehrt Ihnen ein seelsorgerliches Gespräch, niemand gibt sie auf. Gott erst recht nicht. 

Wenn Sie austreten wollen, wenden Sie sich an das zuständige Amtsgericht.

Ich will mich taufen lassen.

Wir gratulieren zu Ihrer Entscheidung und freuen uns sehr!

In der Ev. Kirche gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich die Kindstaufe und die Erwachsenentaufe.

Die Kindtaufe ist ein Geschenk Gottes, das Geschenk des Lebens. Unser Gott will das Leben. Und in dieses Leben hinein wird das Kind getauft.

Sie melden die Taufe bitte bei Ihrem Gemeindepfarrer www.evangelisch-in-milse.de/ihr-team/

Der Pastor / die Pastorin besucht Sie zu einem Taufgespräch, bespricht mit Ihnen die Taufe und den Tauftermin. Die Taufe findet i.d.R. in einem regulären Gottesdienst statt. Bei der

Bei der Taufe eines Kindes sagen Sie als Eltern „ja“ zur Taufe ihres Kindes. Wenn das Kind die 7. Klasse erreicht hat, wird es zum kirchlichen Unterricht (s.u., Konfirmation) eingeladen. Bei der Konfirmation sagen die Jugendlichen dann selbst zu ihrer Taufe „ja“.

Zur Taufe gehören auch immer ein oder mehrere Paten oder Patinnen. Mindestens ein Pate oder eine Patin müssen der Evangelischen Kirche angehören.

Die Erwachsenentaufe ist eine Entscheidungstaufe. Sie haben sich dazu entschieden. Auch in diesem Fall ist die Taufe das Geschenk des Lebens an Sie. Gemeint ist: das Geschenk des Lebens über den Tod hinaus. Wir glauben, dass das Leben nicht mit unserem Tode beendet ist, sondern dass das eigentliche Leben noch auf uns wartet. Wer getauft ist, gehört nach lutherischem Verständnis dazu.

Sie besprechen das mit Ihrem / Ihrer Gemeindepfarrer. Er oder sie wird mit Ihnen über Ihren Glauben sprechen und Sie über die wichtigsten Dinge des evangelischen Glaubens informieren. Zu diesem Glauben sollen Sie sich in einem  Gottesdienst bekennen, indem Sie gemeinsam mit der Gemeinde das apostolische Glaubensbekenntnis sprechen. Sie werden dann getauft und sind Glied unserer Gemeinde und damit der weltweiten Gemeinschaft der Christenheit.

Die Konfirmation

Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Altenhagen - Milse lädt alle getauften Jugendlichen, die die 7. Klasse absolvieren, zur Teilnahme am kirchlichen Unterricht ein. Nicht getaufte Jugendliche, die am kirchlichen Unterricht teilnehmen wollen, können sich ebenfalls anmelden (Sie werden nicht eingeladen, weil wir natürlich Ihre Adresse nicht haben.) Im Gemeindebrief wird über die Anmeldezeiten informiert. Zur Anmeldung findet ein Elternabend statt, bei dem die wichtigsten Modalitäten besprochen werden. so z.B. die Teilnahme am Konficamp in der ersten Woche der Herbstferien.

Der Unterricht dauert ca. ein Jahr und endet mit der Konfirmation. Die Konfirmation ist eine Bestätigung verstanden zu haben, was es bedeutet, getauft zu sein. Nicht getaufte KonfirmandInnen werden nach Absprache vor der Konfirmation getauft. In dem Ablauf des Konfirmandenunterrichtes haben wir uns den Lernbedingungen der KonfirmandInnen angepasst und wissen von der außerordentlichen Beanspruchung der SchülerInnen. Deswegen bieten wir in enger Zusammenarbeit mit der Ev. Jugend Bielefeld einen erlebnis - und jugendorientierten Unterricht in einem Blocksystem an. Dazu gehört u.a. ein Kennenlernwochenende vor Ort und die Teilnahme am Konficamp. Weitere Infos im Pfarramt oder beim Gemeindepädagogen Thomas Biele www.evangelischin-milse.de/ihr-team/

Ich habe Geburtstag.

Wir gratulieren Ihnen herzlich!

Zu hohen Geburtstagen bekommen Sie normalerweise Besuch von uns. In den Coronazeiten verzichten wir aber um Ihretwillen auf diesen Geburtstagsbesuch. Zur Zeit erhalten Sie von uns einen Geburtstagsbrief. Den senden wir Ihnen zu, wenn Sie 80 Jahre, 85 Jahre, 90 Jahre, 95 Jahre, 100 Jahre und über 100 Jahre alt werden. 

Wenn Sie trotzdem einen Besuch wünschen, können Sie sich telefonisch mit uns in Verbindung setzen. Wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro Tel.: 0521 - 7 67 94.

Wenn Corona endlich überwunden ist, werden wir Sie hier und in unserem Gemeindebrief über unsere neuen Überlegungen informieren.

Die Bestattung

Sie haben einen Todesfall zu beklagen. Das ist eine schwere Zeit. Sie sind nicht allein.

Zunächst müssen Sie ein Bestattungsunternehmen beauftragen. Die kümmern sich um alles, auch um die notwendigen Formalitäten. Das Bestattungsunternehmen setzt sich mit uns in Verbindung, und wir alle vereinbaren einen Termin für die Bestattung.

Mit dem Bestattungsunternehmen wählen Sie eine Bestattungsform aus. Da gibt es Unterschiede:

  • die Erdbestattung ist die traditionelle Bestattungsform. Die Trauergemeinde nimmt am geschlossenen Sarg Abschied von dem / der Verstorbenen. Im Anschluss an die Trauerfeier wird der / die Verstorbene in einem Erdgrab bestattet.
  • die Trauerfeier zur Einäscherung einer Urne ist eine Trauerfeier, in der die Gemeinde am verschlossenen Sarg sich von dem / der Verstorbenen verabschiedet. Die Trauernden verlassen die Trauerhalle, der Sarg wird zum Krematorium verbracht. Nach einer gewissen Zeit kann dann die Urne in einer kurzen Andacht im engsten Familienkreis am Urnengrab auf dem Friedhof bestattet werden.
  • die Urnenbestattung ist die Trauerfeier an der Urne. In der Trauerhalle wird die Urne aufbewahrt, im Anschluss an die Trauerfeier wird die Urne in einem Urnengrab bestattet.

In Deutschland besteht die Bestattungspflicht, die auf einem Friedhof geschehen muss. Alternativ besteht die Möglichkeit der Seebestattung. Auf dem Friedhof wiederum gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Bestattung. Darüber informiert Sie das Friedhofsbüro bzw. Ihr Bestattungsunternehmen.

Unsere Aufgabe ist es, Ihnen bei der Verabschiedung seelsorgerlich zur Seite zur stehen. Dazu besucht sie Ihr/e Gemeindepfarrer/in zu einem Kondolenzgespräch, in dem es um die Erinnerung und Würdigung des / der Verstorbenen und um die Vorbereitung der Trauerfeier geht. (In der derzeitigen Coronazeit können wir dieses Kondolenzgespräch auch telefonisch oder per Videotelefonie führen).

 

 

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